Montag, 22 April 2013 10:33

Baubericht iFoxDS

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Baubericht iFoxDS 1,2m aus Depron

 

Da wir mit unserem Modellflugverein MSV-Inning Ende Mai 2013 ein Hangflugwochenende in Berwang wahrnehmen,
war im Vorfeld eigentlich noch klar, daß wir dorthin nicht ohne einen selbstgebauten Dynamic Soarer mit maximaler Shockflyer-Rollrate hinfahren sollten.

Was also lag näher, als auf die Schnelle einmal einen DS-Flyer aus Depron zu bauen. Gesagt, geplant, nur welches
Modell? In einer entsprechenden Sitzung der beiden Fräsidenten war klar, dass der DS-Flieger auch in der Luft etwas hermachen sollte, die geplante Spannweite sollte unter der max. Bearbeitungsgröße von 1,20m liegen. Ebenso brauchten wir noch zum Hochstarten mindestens einen Schlepphaken.

Als Modell hatte der Fräsidente-Nr. Due (Chris) einen einfachen Bauplan eines Fox-Seglers in Petto, nachdem auch der Fräsidente Nr. Uno (Fritzzz)  damit einverstanden war, lag also das Modell an diesem Abend fest. Fritzzz wollte sich aber noch mal den Bauplan ansehen.

In der Reste-Kiste wurden  noch etliche 9g Servos vom Hobbykönig Typ HXT-900 gefunden, somit waren die Rahmenbedingungen gefunden und einstimmig das Modell eines Fox aus Depron zur Umsetzung geplant.

Da der vorhandene Plan des Fox'es aus Depron aber von so schlechter Qualität war, und sich die Fräsfreunde auf die Fahne geschrieben haben, keine Teile mehr als 2D-Pläne zu erstellen, ist also in einer Nacht und Nebelaktion gleich eine neue 3D-Zeichung nach einer 3 Seitenansicht entstanden.


Nun ging's also ans Herausknattern, eine 6mm Depron-Platte (1200mm x 850 mm) wurde also des Nächtens in die Fräse von Christian eingelegt, die Vektordaten für die Fräse in GCODE gewandelt und los ging's.

Nach gut 23 Min. entstiegen der Depron-Platte dann die 2 neuen Fox-Rohlinge. Eine erste Sichtprüfung entlockte uns nur noch ein "schaut guat aus" und "da fällt mir glei a Ei aus der Hose".

 


Für die Scharniertechnik wurde das System, das auch beim Grunau-Baby angewandt wurde, adaptiert, als Scharnierachse fand ein 2mm Kohle-Stab seine Bestimmung, für die erwartete brachiale DS-Belastung wurden in den Flügel und Rumpf 6mm Kohle-Faser-Vierkant-Rohre eingebaut. Scharnier wurden aus 1,5mm Pertinax gefräst. Das ganze ist zwar schwerer aber dafür nonbreakable (so die Hoffnung).

Also Schwups an einem Abend das Dingens soweit zusammengebaut, so daß die Lackierung erfolgen konnte. Auch hier der Qualitätsanspruch von uns, was Schickes draus zu machen. In der Farb-Kiste fanden sich die Grundfarben Orange, Lila und Grun, wie genau wir das aber schlussendlich lackieren. Die Lackierung erfolgte dann an einem regnerischen Abend in des Fräsidentens Garage...


Auch hier musste also noch ein Name und entsprechende Schrift-Schablonen gemacht werden. Auf der Oberseite sollte der Link zur Fräsfreunde-Seite zu sehen sein, ebenso der Name, auf der Unterseite der Link zu von unserem Verein.

Chris hat also die Schablonen fertiggestellt, nachdem in diversen Versuchen, die richtige Schrift und Schriftgrösse gefunden wurden. Natürlich brauchte es als Wichtigstes den Namen für das neue Modell. Schlußendlich wollten wir uns der aktuellen "I"-Mania anschliessen und somit entstand der Namen iFox-DS(sprich "Ei-Fochs-De-Es) iFox DS. Das DS steht von unserer Seite für Dynamic-Soaring, von anderen Interpretationen distanzieren wir uns eindeutig.

Erste Gewichtsberechnungen landen wir mit allem so bei 200g für 1,20m Spannweite,  da es ja ein Hangsegler sein sollte und nicht wie ein normaler Depron-Flieger nur bei Leichtwind funktionieren sollte, sahen wir das als passend an.

 

Schlussendlich wurden dann noch die gesamten Anlenkungen und Servos eingebaut und der Schwerpunkt ermittelt.

 Nach dem Einbau der gesamten RC-Anlage sieht das dann so aus, die Schwerpunktwaage (Man beachte hier die F.F.G.A-Logo Schrift) ist übrigens auch so nebenbei noch entstanden:

Nachdem noch beide mit einem Fahrwerk zum D-Schlepp (Depron-Schlepp) ausgestattet wurden, waren also alle Optionen damit abgedeckt (Hang-Start, Winden-Start, Schlepp-Start).

Am 4.5.2013 ging's dann also raus an den Ammersee zum ersten Antesten, da hier ein leichter Südwestwind (3-4bft) aufkommen sollte.

Noch lagen die beiden kleinen also beide friedlich nebeneinander und wir machten noch ein Bildchen, bevor sie evtl. nach dem ungewissem Ausgang nicht mehr so schön aussehen:

Aufgerödelt und fertig zum Flug:

 

Und ab ging's:

Die Dinger sehen in der Luft Hammer-gut aus und mussten nur minimal austariert werden. Das erzeugte also ein Dauergrinsen bei den beiden Fräsidenten, die sich wie die Schnitzel über die beiden Babys freuten....

Ein paar Impressionen dazu (man beachte den Web-Link unseres Vereins auf der Unterseite der Fliegerchen):

 

 

 

Nachdem wir hier ca. 45 Min. herumgedaddelt hatten, alles noch heile war, blieb als Fazit und etlichen Fotos & Videos, daß das Grundprinzip funktioniert, im Detail noch Nachbesserungen an Flügelform (Profil) gemacht werden, dazu warten wir aber noch, bis wir das ganze noch in Berwang ausgetestet haben, da wir uns hier noch mehr Aufwind erwarten.

Videos sind in Arbeit.

Die Fräsidenten Fritzzz und Christian (Mai 2013)

 

 

Gelesen 1276 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 27 November 2014 15:40
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