Samstag, 02 März 2013 19:59

Grunau-Baby IIb -- Depron M1:10 Empfehlung

geschrieben von Fritzzz
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Grunau Baby 1:10 aus Depron

 

 

Technische Daten:

 

Spannweite:1350 mm

Länge:630 mm

Flügelfläche:14,9 dm2

Gewicht:68 g

Flächenbelastung:4,56 g/dm2

Material:Depron + Carbonprofile von R&G

 

 

Wie es dazu kam:

 

Durch Raouls Carbon Cub von Horizon wurde das Thema Schleppen in der Halle bei uns in Inning (http://www.msv-inning.de) akut. Von Horizon gibt es passend zur Cub eine ASK21. Da ich aber keine Lust hatte, etwas Fertiges zu kaufen, sondern was Neues zu erschaffen, ging ich auf die Suche nach einem Segler, den man aus Depron bauen kann. In Erinnerung an alte Zeiten, als ich ein Krick Grunau Baby hatte, machte ich mich auf die Suche nach Bildern, Plänen und 3-Seiten Ansichten. Am Schluss fand ich ein PDF von einem alten Plan von Karl Heinz Denzin. Nach einigen Überlegungen wurde als Maßstab 1:10 festgelegt. Also Spannweite 1,35m und 63cm Länge. Nach einem Wochenende CAD Arbeit und anschließendem Fräsen ging es los mit dem Bau. Der Rumpf wird als Spantengerüst aufgebaut, als Helling dient ein Brett mit einer 3mm Nut. Der untere Rumpfsteg ist so gestaltet, dass er gleich als Helling verwendet wird und in die Nut im Baubrett gesteckt werden kann. Alle Spanten und Rumpfgurte wurden aus 3mm Depron gefräst.

 

 

 

Alle Beplankungen wurde im CAD als 3D Flächen konstruiert und abgewickelt. Anschließend wurden Schablonen aus 3mm Depron gefräst, mit denen die 1,5mm dicke Depronbeplankung ausgeschnitten wurde.

 

 

Noch bevor der Rumpf vollständig beplankt war, wurde der Spektrum Empfängerbaustein AR6400 eingebaut. Die Gestänge für Höhe und Seite wurden auch schon montiert.

 

Nach der oberen Beplankung wurde die „Kabine“ a´direkt auf dem Rumpf gebaut.

 

 

Danach konnte der Rumpf von der Helling genommen werden. Zwischendurch wurde die Schleppkupplung gebaut. Schließlich muss das Baby irgendwie auf Höhe kommen.

 

 

Alle Beplankungen wurden an den Kanten auf Gehrung geschliffen. So bekommt der Rumpf schöne Ecken und die Konturen können aus dem CAD übernommen werden. Jetzt kann der Rumpf auch unten geschlossen werden.


 

Alles was vor dem vordersten Spant an Depron war, wurde abgeschnitten. Aus Depron wäre es zu kompliziert zu bauen und würde nichts aushalten. Also wird die Nase aus einem EPP Klotz geschliffen werden. Hier der Klotz mit eingebauter Schleppkupplung.

 

 

Nachdem der Klotz  endgültig angepasst wurde und angeklebt war, bekam der Rumpf seine Landekufe.

 

 

  

Jetzt kann´s mit den tragenden Teilen weiter gehen. Die Flächen bekommen ihren Holm. Er besteht aus einem quadratischen 3x3mm Carbonrohr.

 

Als Nächstes kommt schon die Lackierung. Als Farbe wurde Abtönfarbe „Ocker“ aus dem Baumarkt verwendet. Für 3,50€ kann man damit locker 10 Flieger lackieren. Für die Lackierung der Fläche wurden Schablonen gefräst, um die Beplankungskonturen erzeugen zu können.

 

 

 

Anschließend kam die Fleißarbeit. Die Rippen wurden auflackiert und zwar jede einzeln!!!!

 

Mit schwarzer Farbe wurde noch versucht das Einfallen der Bespannung nachzuahmen.

 

 

 Rumpf und Leitwerk wurden mit der gleiche Farbe lackiert. Auch für das Leitwerk wurden gefräste Schablonen verwendet. Wie man sieht ,hat mir die Airbrush beim Rumpf einen Streich gespielt und ein bisschen viel Schwarz drauflos gesprüht.

 

Jetzt mussten noch neue Scharniere her, da die sonst verwendeten UHU Por Scharniere zu schwergängig für die kleinen Linearservos sind. Dazu wurden Laschen aus 0,3mm dickem GFK gefräst. Diese Laschen werden in das Leitwerk, in Schlitze eingeklebt. Als Scharnierachse wird ein Kohlerohr mit 1mm Außendurchmesser verwendet. An das Kohlerohr wird das Ruder ebenfalls mit UHU Por angeklebt. So entsteht ein super leichtgängiges Scharnier bei vertretbarem Gewicht.

 

 

 

 Dieses Scharnier wurde auch für die Querruder verwendet.

 

Jetzt mussten noch die Querruder Servos eingebaut werden.

 

 Die Verdrahtung wurde mit 0,2mm Kupferlackdraht gemacht. Die Kabel werden durch den Holm geführt, der ja zum Glück hohl ist.

 

 Um die Ruder anlenken zu können, wurden neue Ruderhörner konstruiert und aus 0,3mm GFK gefräst.

 

 

Soweit vorbereitet, werden als nächstes die Flächen an den Rumpf geklebt und verstrebt.

 

 

Ganz zum Schluss braucht´s natürlich noch einen Piloten (Kampf den Geisterfliegern). Der Pilot wurde aus Styrodur geschnitzt und mit Revell Aquacolor bemalt. Hier noch ungeschminkt.

 

 

So schick und unrasiert darf er jetzt an seinem neuen Arbeitsplatz antreten.

 

So, dass war´s. So sieht das Baby fertig aus. Das ganze Projekt hat 3 Wochen gedauert und viel Spaß gemacht. Die ersten Schlepps in der Halle hat´s auch schon hinter sich und es fliegt richtig gut. Eigentlich ist es ehe ein gemütliches Schweben. Ganz super ist die Optik von unten gegen das Licht. Das Depron lässt das Licht durchscheinen und durch die auflackierten Rippen sieht es genauso aus wie ein Flieger mit Rippenflächen.

 

 

Fritzzz, Februar 2013

Gelesen 1347 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 27 November 2014 15:52
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